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Gesunder Schlaf und die Rolle des Kopfkissens
Wie man sich bettet, so schläft man. Ein Satz, den Sie wahrscheinlich bereits mehrfach in der Werbung gehört oder auf Plakatwänden gesehen haben. Eine abgedroschene Phrase, die in unserem alltäglichen Sprachgebrauch fest verankert ist. Die aber im Kern mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit enthält – und den Nagel damit quasi auf den Kopf trifft. Immerhin ist wissenschaftlich bewiesen, dass das richtige Bettsystem und die dazugehörige Ausstattung den Schlaf nachweislich und vor allem nachhaltig verbessern.
Wie man sich bettet, so schläft man. Ein Satz, den Sie wahrscheinlich
bereits mehrfach in der Werbung gehört oder auf Plakatwänden gesehen haben.
Eine abgedroschene Phrase, die in unserem alltäglichen Sprachgebrauch fest
verankert ist. Die aber im Kern mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit enthält –
und den Nagel damit quasi auf den Kopf trifft. Immerhin ist wissenschaftlich
bewiesen, dass das richtige Bettsystem und die dazugehörige Ausstattung den
Schlaf nachweislich und vor allem nachhaltig verbessern.
In der Regel schlafen wir durchschnittlich rund ein Drittel unseres
gesamten Lebens. Gesunder und erholsamer Schlaf ist deswegen unverzichtbar für
unsere körperliche und geistige Rehabilitation. Ein optimal auf die
körperlichen Bedürfnisse abgestimmtes Bettsystem bildet somit die fundamentale
Grundlage für unsere körperliche Gesundheit und Produktivität. Doch damit ist
das Ende der Fahnenstange in Sachen gesunder und erholsamer Schlaf noch lange
nicht erreicht. So individuell, wie ein jedes Schlafsystem und eine jede
Matratze auf Sie abgestimmt sein sollten, so individuell sollte auch die Wahl
Ihres Kopfkissens erfolgen. Immerhin betten Sie Ihren Kopf jede Nacht darauf.
Das
Kopfkissen und seine Funktion
Doch warum benötigen wir überhaupt ein Kopfkissen – und betten unseren
Kopf nicht einfach direkt auf der Matratze? Was genau ist eigentlich die
Funktion eines Kissens?
Die Aufgabe des Kissens ist es, den Kopf in der Liegeposition optimal abzustützen
und dabei eine bequeme und entspannte Schlafposition zu ermöglichen. In der
Nacht dient das Kopfkissen dazu, die Halswirbelsäule zu entlasten und ein
erholsames und ausgeruhtes Aufwachen am Morgen zu ermöglichen. So komfortabel
und bequem betteten sich die Menschen allerdings nicht immer.
Die richtige Liegeposition des
Kopfes ist essentiell. Ein orthopädisches Kissen kann diese unterstützen.
Die
Entstehung des Kopfkissens: ein geschichtlicher Abriss
Unser heutiger Schlafstandard geht auf die römischen Schlafstätten nach
ägyptischem Vorbild zurück. Für das Finden erster Aufzeichnungen über die
Benutzung von Kissen müssen wir jedoch noch weiter zurückreisen. In ein Gebiet,
das vielen Menschen heute nicht einmal mehr geläufig ist: nach Mesopotamien. In
der Kulturlandschaft Vorderasiens war die Nutzung eines Kissens der gut
betuchten Bevölkerung vorbehalten und diente gemeinhin als wichtiges
Statussymbol. Doch mit dem Komfort unserer heutigen Kissen konnten die
Steinkissen der Mesopotamier lange nicht mithalten. Komfortabel waren sie zwar
nicht, aber dafür hatten sie einen wichtigen funktionalen Aspekt, schützen sie
doch davor, Insekten von Augen, Ohren und Nase fernzuhalten. Die alten Ägypter
setzen auf Holz- und Steinkissen. So betteten sie beispielsweise die Köpfe der
Mumien auf Kopfstützen, um die Essenz des Lebens zu symbolisieren. Im alten
China wurden Materialien wie Bambus, Bronze, Porzellan und Jade für Kissen
verwendet. Hier wurde allerdings nicht etwa aus Komfortgründen auf weichere
Materialien verzichtet. Vielmehr geht die Nutzung härterer Materialien mit dem
chinesischem Glauben einher, dass weiche Kissen dem Körper die Energie
entziehen.
Erste Aufzeichnungen von Kissen aus weicheren Materialien sind bei den
alten Griechen und Römern zu finden, die ihr Haupt auf mit Stroh, Baumwolle
oder Schilf gefüllten Tüchern betteten. Auf diese Zeit lässt sich auch die
Nutzung erster Daunen als Kissenfüllung datieren – allerdings nur für
wohlhabende Bürger, da Daunenfedern zu dieser Zeit als wahrer Luxus galten. Vom
12. bis ins 16. Jahrhundert hinein nimmt die Entwicklung erster Bettstätten so
langsam richtig Fahrt auf. Die ersten Bettrahmen aus Holz, teilweise verziert
mit aufwendigen Schnitzereien, dienten als bequeme Erholungsstätten für die
Nacht. Weich gefüllte Säcke als Schlafunterlage hielten Einzug in Haus und Hof
– und boten großen Teilen der Bevölkerung einen gewissen Schlafkomfort. Doch
die Vorreiter unserer heutigen Kopfkissen blieben auch in dieser Zeit nur der
Oberschicht vorbehalten. Erst mit Beginn der industriellen Revolution wurden
Kissen dann auch endlich für den breiten Teil der Bevölkerung erschwinglich.
Schon
gewusst?
Ein Kissen in Standardgröße, das überall auf der ganzen Welt verwendet
wird? Gibt es nicht. Beinahe jedes Land und jede Nationalität bevorzugt andere
Maße. Wir Deutschen setzen auf die Größe 80 x 80 cm – und sind damit
unangefochtener Spitzenreiter, wenn es um die Größe der Kopfkissen geht. Unsere
Nachbarn aus Österreich betten sich lieber auf Kissen der Größe 70 x 90 cm oder
60 x 80 cm.
Die größte Vielfalt an Kopfkissen bietet ebenfalls eines unserer
Nachbarländer, die Schweiz: im deutschsprachigen Teil sind die Schlafkissen 65
x 65 oder 100 x 100 cm groß. In anderen Landesteilen bewegen sich die
Kissengrößen zwischen 60 x 60 cm, 60 x 90 cm oder 50 x 90 cm. Als europäischer
Standard gilt gemeinhin die Größe 50 x 70 cm. Und wer hätte es gedacht: In den
USA, dem Land der ungeahnten Möglichkeiten, in dem Trinkgefäße durchschnittlich
1 Liter Fassungsvermögen haben – ganz nach dem Motto: je größer, desto besser –
sind die Kopfkissen in der Regel mit 50 x 66 cm quasi die kleinen Brüder
unseres deutschen Pendants.
Alles
andere als Standard
Wussten Sie eigentlich, dass die gängige deutsche Kopfkissengröße von 80
x 80 cm für die meisten Menschen gar nicht die ideale Größe ist? Und das,
obwohl wir Deutschen unser großes Kuschel-Kissen doch so sehr ins Herz
geschlossen haben. Doch warum eignet sich das quadratische deutsche
Standard-Kissen eigentlich gar nicht für einen erholsamen und regenerativen
Schlaf?
Aufgrund der Größe des Kissens können der Halswirbel- und
Schulterbereich des Oberkörpers nicht optimal in die Matratze einsinken. Die
Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur kann sich über die Nachtstunden nicht
richtig entspannen. Dies führt bei vielen Menschen zu Verspannungen und
Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich – gerade morgens nach dem Aufstehen.
Deswegen erfreut sich das 40 x 80 cm große Komfortkissen gegenüber dem
Standardkissen zunehmend großer Beliebtheit.
Doch welches Kissen passt denn nun optimal zu Ihnen und Ihren
Schlafbedürfnissen? Bei der vielfältigen Auswahl auf dem Kissen-Markt verliert
man schnell den Überblick und ertrinkt in der Fülle an Angeboten. Generell
können Sie sich folgenden Leitsatz merken:
Die Hauptsache ist, dass
Ihre Halswirbelsäule gerade liegt.
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